Beim Schützengau in Landshut stimmen die Zahlen und die Aktivitäten

Jahreshauptversammlung des Schützengaus Landshut – Mitgliederzuwachs und Erfolge im Zweitgrößter Gau Niederbayerns – BSSB-Präsident spricht Klartext – Taglinger Ehrenmitglied

Der Schützengau Landshut traf sich in Mirskofen mit über siebzig Vereinen zur Jahreshauptversammlung. Dazu konnte Gauschützenmeister Gerhard Schipper den neuen Landesschützenmeister Christian Kühn, Landrat Peter Dreier, den Vertreter der Stadt Landshut Erwin Schneck und Bezirkschef Hans Hainthaler begrüßen. Einen umfassenden Rechenschaftsbericht gab es von Gerhard Schipper, der die Versammlung leitete. Etliche Sitzungen, Dultauszüge und Schießstandeinweihungen und Ehrungsabende (bei mehreren Vereinen) wurden aufgesucht. Die Gauutensilienschiessen Luftgewehr und Luftpistole sowie die Damenrunde wurden abgehalten. Den niederbayerische Schützentag machte man seine Aufwartung. Der Schützenjugend ist man stets verbunden (Jugendtag, Ranglistenschießen, Königsproklamation). Etliche BSSB-Besprechungen schlossen sich an. Weit über hundert Termine wurden wahrgenommen.


Derzeit gehören dem Gau 5822 Schützen an – ein Plus von 50 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr, womit man in Niederbayern weiterhin eine führende Rolle einnimmt. Mehr als 50 Prozent dieser Personen gehören der Jugend und der Damenklasse mit je ca. 1400 und 1800 Mitgliedern an. Die mitgliederstärksten Vereine im Gau sind Haunwang, Blumberg, Attenhausen, Niedererlbach und die Treuen Bayern Landshut. Die Gauspitze dankte dem Landkreis Landshut für die finanzielle Unterstützung auf vielfältiger Weise, den Bürgermeistern der Gemeinde für die Unterstützung der Schützenvereine vor Ort. 


Dreier und Schneck unterstrichen in ihren Grußwörtern die Verbundenheit des Landkreises Landshut, der Stadt Landshut und des Schützenbezirks mit den Schützen im Landshuter Gau. Sie stellten die hohe Wertschätzung der Schützen für die Kommunen heraus; die Schützen stehen mitten im Jahreskreislauf und treten der Entwurzelung der Heimat entgegen und leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement Unbezahlbares; sie stehen mit an der Spitze der Region. Sie appellierten an die Vereine, weiterhin eine gute Jugendarbeit zu betreiben. Auch die sportlichen Leistungen mit Meisterschaften in ganz Bayern sind Spitze. Ebenso sind die Schützen Bewahrer von Tradition und Brauchtum und stärken bei kirchlichen Festen und vor allem durch ihr Handeln die christlichen Grundwerte. Ohne die Schützen wäre manches ärmer in der Gesellschaft und sie vermitteln Heimat und Werte.


Für Landesschützenmeister Christian Kühn ist der Gau Landshut ein Aushängeschild in ganz Bayern (Ausrichtung Schützentag, Niederbayernschau…); Feste dort sind einprägende Erlebnisse. Kühn verwahrte sich mit Vehemenz gegen die Medien, die Anschläge wie in Hanau mit dem Schützenwesen in Verbindung bringen. Sportschützen sind keine Attentäter. Andersartige Meinungsäußerer sollten sich in einem Verein einmal umsehen wie dort der sorgsame Umgang mit den Sportgeräten geübt wird. Deutschland hat eines der schärfsten Waffengesetze weltweit. Insofern dankte Kühn den Politikern, die sich für die Schützen einsetzen. Kühn vermisst aber Gesetze, die die brutalen Video- und Internetspiele, einschränken und verbieten. Diese sind für ihn vielmehr ursächlich, wenn Amokläufe stattfinden. Bestrebungen, das Schießen mit Blei zu verbieten, weil es die Gesundheit gefährdet, wird man sich mit aller Kraft widersetzen. Digitalisierung wird auch die Zukunft bei den Schützen bestimmen.


Hainthaler empfahl keine Reichtümer in den Vereinen anzuhäufen, sondern in die Jugend und in den Schießstandbau zu investieren, damit Niederbayern eine Oase für kommende Olympiasieger bleibt. Die Arbeit auf dem Land bei den Vereinen ist dem neuen stellvertr. Landesschützenmeister Hainthaler wichtig. Die letzten zehn Jahre hat im Bezirk hundert Vereine verloren, aber 500 Mitglieder mehr bekommen. Ausgezeichnet wurden für hervorragende Mitgliederwerbung im abgelaufenen Jahr mit der Ehrenplakette des Bezirkes: Ergoldinger Bogenschützen in Gold,  Bachtal Wattenbach in Silber und Hubertus Käufelkofen in Bronze.


Gausportwart Erich Mirlach gab einen umfassenden Bericht über das sportliche Geschehen im Gau.  Die Luftpistolenschützen Landshut-Schweinbach schiessen als sportliches Aushängeschild des Gaus in der Bayernliga, ebenso die Erlbachtaler Niedererlbach mit dem Luftgewehr. Mirlach stellte die besten sportlichen Leistungen heraus. Thomas Aumann wurde deutscher Vizemeister bei den Herren II mit dem Gewehr, Sophie Mayer bayerische Meisterin mit der Pistole (dazu zweimalige Bezirksmeisterin LG und LP) und der Schüler Gabriel Loher wurde niederbayerischer und bayerischer Meister und belegte bei der Deutschen Rang acht. Die Utensilien werden heuer in Oberaichbach und Haunwang ausgeschossen. Gauschatzmeisterin Dietlinde Antes berichtete, dass die Kassen geordnet sind und sogar ein kleines Plus erwirtschaftet wurde (trotz hoher Investitionen in die Jugendarbeit) und der Gau über ein solides Guthaben verfügt, wie die Kassenprüfer Peter und Josef Kaltenbacher bestätigten. Die Kassenlage des Gaues ist als sehr gut zu bezeichnen.


Bei der Gauversammlung gab es auch zahlreiche Ehrungen, die Gerhard Schipper aussprechen konnte. Er brach dabei eine Lanze für das Ehrenamt; die ausgezeichneten Funktionäre gehören zu 

den Leistungsträgern unserer Gesellschaft. Vom deutschen  und bayerischen Verband wurden mit Gold ausgezeichnet: Hans Heim (Ahrain), Klaus Neumeier (Blumberg), Josef Schwaiger (Attenhausen), Gaukassierin Dietlinde Antes, Rundenwettkampfleiterin Stephanie Scheibenpflug sowie Böllerreferent Gau Michael Mayer (Ergolding). Die Böllerschützen zeichneten verdiente Mitglieder mit dem silbernen Abzeichen aus (Gottfried Schmieder sprach hierzu die Glückwünsche aus): Verena Kellner (Pörndorf), Roland Ammer (Moosthann), Hans Pritzl (Niedererlbach), Anton Bachhuber (Altdorf) und Josef Pöschl (Landshut). Der Gau Landshut ehrte Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler und stellvertretende Gauschützenmeisterin Heinke Gschlößl (Adlerhorst Ergolding) mit dem großen Gauehrenzeichen in Gold aus. Dazu wurde erstmals die Ehrenplakette für besondere Verdienste im Ehrenamt vergeben (ausgeschiedene, über zwei Jahrzehnte dienende Funktionäre).   Erika Plötz (Ergolding) 26 Jahre Gaudamenleiterin; Manfred Selmer (Ländtorschützen Landshut), 41 Jahre erster Schützenmeister (!), Hans Haslbeck (Niederaichbach (33 Jahre im Kassenamt) sowie Bernhard Westermeier (Blumberg) 28 Jahre im Schützenmeisteramt. Peter Dreier bekam den bayerischen Löwen vom Gau.


Ein Höhepunkt war die Ernennung von Karl-Heinz Taglinger zum Ehrenmitglied. Lang anhaltenden Beifall gab es für den Mettenbacher, der jeweils über 22 Jahre als Rundenwettkampfleiter, Mitgliederverwalter und leitender Ausbilder und zuletzt über 15 Jahre als 3. Gauschützenmeister vorbildlich für die Schützen viele Tätigkeiten in bewundernswerter Weise verrichtete. Taglinger betonte in seiner emotionalen Rede, dass es ihm immer eine hohe Ehre war für die Schützenbelange in erster Linie für die Vereine einzutreten. Die Versammlung wurde mit der Bayernhymne beschlossen.

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