Gaufest: Fahne in Stickerei mit Bänder abgeholt

Schützengau Landshut ließ Fahne für 90jähriges Gründungsfest in Ergolding renovieren und überarbeiten – 6 Bänder wurden neu erstellt


Dieser Tage trafen sich Gauschützenmeister Gerhard Schipper, Festmutter Heinke Gschlößl, Festbraut Claudia Forstmaier sowie weitere Mitglieder des Festausschusses des Schützengaus Landshut in Schierling, um der Fahnenstickerei Kössinger in Schierling einen Besuch abzustatten, da man die frohe Kunde vernahm, dass die anberaumten Renovierungsarbeiten der Fahne erledigt sind und alle 6 Bänder fertiggestellt sind. Die Fa. Kössinger durch Sandra Rose erklärte dabei den aufwändigen Prozess der Fahnenrenovierung; gerade ältere Fahnen werden immer wieder einer Renovierung unterworfen, da sich im Lauf der Jahrzehnte Verschleiß einstellt bzw. sich Änderungswünsche ergeben, die der Lauf der Zeit mitbringt.

 

Dabei stellte die Abordnung fest, dass eine Seite der Gaufahne, die 1984 geweiht wurde und die aus einer Stickerei aus Coburg stammt, doch ziemlich ramponiert war. Der beige Stoff war ziemlich abgegriffen und verschlissen sowie verschmutzt. Ein Problem war auch, dass sich durch die damalige Fertigung im Innenteil des Grundstoffes starke Falten bilden, die sich auf das Äußere der Fahne übertrugen. Demzufolge war sich die Festleitung einig, dass dieses Fest die einmalige Chance bietet, die Fahne zu renovieren. Denn 6 neue Bänder werden auch durch Pfarrer Anton Kopp geweiht und sollen an eine Fahne angeheftet werden, die als Hauptbestandteil des Fahnenspektrums nicht hinter den Bändern optisch zurückstehen sollten und auf Jahre hinaus eine Fahnenänderung nicht mehr stattfinden wird. Nunmehr erhielt man die frohe Kunde aus der Oberpfalz, dass die Arbeiten frühzeitig beendet werden konnten und die Gauführung konnte die Fahrt in die Stickerei übernehmen.

Schützenmeister Schipper lobte die hervorragende samterne Arbeit, vor allem der Graphiker hat einen hervorragenden Entwurf abgeliefert, den die Stickerinnen in reiner Handarbeit, aber auch mit moderner Maschinenstickerei hervorragend ausführten. Denn jede Fahne hat im individuellen Bereich ihre Eigenheiten, werden doch jährlich 400 Fahnen in Schierling angefertigt. Es war stets eine angenehme Zusammenarbeit, wenngleich die Landshuter Festleitung der Fahnenstickerei mit ihren besonderen Wünschen durchaus einige Finessen abrungen mußten – denn diese Fahne soll den Schützen in den nächsten Jahrzehnten vorangehen und den Gauverein weiter eng binden. Mit der Fahne und den Bändern ist man sehr zufrieden und die gewagte Restauration hat sich in jedem Fall bewährt und positiv ausgewirkt, wie auch Festmutter Heinke Gschlößl und Festbraut Claudia Forstmeier überzeugend darlegten. Auch die sechs Fahnenbänder mit verschiedenen Farben und Motiven dürfen als absolut gelungen bezeichnet werden.

 

So wird aus dem Gründungsfest des Schützengaus in Ergolding nunmehr eine kleine Fahnenweihe; denn die eine Seite der Fahne erhält nicht nur einen neuen andersfarbigen Grundstoff, sondern auch Schrift und Ornamente werden dem angepaßt. Das Landshuter Stadtmotiv als Ansicht wurde abgetrennt, gereinigt und auf die Fahne wieder aufgetragen. Die Grundfarbe wurde nunmehr brombeerrot.

Insgesamt werden an diesem 28. Juni in Ergolding auch noch sieben Bänder neben der Fahne von Festpfarrer Anton Kopp geweiht. So werden Fahnenmutter Marianne Mieslinger, Festmutter Heinke Gschlößl, Festbraut Claudia Forstmeier, der Pate, der größte Gau Niederbayerns, die Hallertau, und die Festdamen ein Band überreichen. Dazu kommt das Totenband, wozu die Sparkasse Landshut eine großzügige Spende überreicht hat und der Gau Landshut überreicht an den Paten ebenso ein Band.


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