Gau kommt voran: Claudia Forstmaier Festbraut

Schützengau Landshut feiert 2015 sein 90jähriges Gründungsfest mit Bezirksschützentag in Ergolding - In Mirskofen fündig geworden


Am Samstag trafen sich Festmutter Heinke Gschlößl, über 20 Festdamen und der Festausschuß des Schützengaus Landshut, dem 25 Leute angehören in Mirskofen, um eine Festbraut für das große Schützenfest 2015 ausfindig zu machen. Angeführt wurde der Zug vom Lugingerwirt vom Vereinslokal der Altschützen von den Blechbaraban.

 

Festleiter Manfred Alt gab dann in Versform das Anliegen des Abends bekannt. Mirskofen ist ein traditioneller Ort für den Schützengau Landshut, denn die Altschützen sind der älteste Verein im Landkreis Landshut und der 3.älteste des Gaus. Sie existieren seit 1874. Dort führt seit vielen Jahren bereits Helmut Forstmaier den Verein und man war der Auffassung, dass dessen Tochter Claudia genau die Attribute verkörpert, die zur Festbraut eignen.

 

Alt „begründete“ diese Entscheidung mit diversen Argumenten und wollte das schnelle Ja der Auserwählten erreichen. Claudia Forstmaier ist Woche für Woche meist die beste Schützin im gesamten Gau und wurde 2011 sogar sensationell Deutsche Meisterin. Sie hat eine Bestleistung von 397 von 400 Ringen. Daneben wurde sie bereits Nachwuchsschützin des Jahres im Gau, Schützenkönigin und gehört dem Bezirkskader an und holte mehrere Meisterschaften in verschiedenen Disziplinen im Gau und im Bezirk. Außerdem, so Alt, sollte die Festbraut auch die Burschenschaft anziehen und auch die „äußeren Werte“ sollen passen. Dazu kommt die großartige Unterstützung der Forstmaiers und der Altschützen und die sind für das Fest existenziell. Mit 21 Jahren hat sie das ideale Alter und als Steuerfachgehilfin sicherlich Tips parat, damit das Fest auch finanziell gut über die Bühne geht. Auch das Hobby Showtanz passt ideal, denn Alt stellte abschließend fest: „Leid die Musik meng und sich gern beweng. De san für unser Fest der allerbest Seng“.

 

Noch bevor man das Forstmaiersche Anwesen betreten durfte, hatte Berni Röckl mit Säge und Hacke einen Baumstamm zu durchschlagen, eine Weißbierlatte war zu leeren und mit der Kübelspritze waren Blechdosen wegzuspülen (das Wasser holten die Festdamen aus dem Sendlbach!). Damit war klar, dass wird ein langer Mühsal um an das Ziel zu kommen, aber Festleitung, Ausschuß und Festdamen waren an diesem Abend in Glanzform. Böllerschüsse ertönten im Sendlbachtal. Zum Dank durfte man sich gleich stärken und Helmut Forstmaier zapfte an. Wohl selten dürfte ein Festbrautbitten mit 60 Beteiligten auf so engen Raum stattgefunden haben, man saß in der Küche und im Wintergarten, aber die Stimmung war großartig.

 

Claudia Forstmaier hatte 41 Punkte für eine „90er Tafel“ vorbereitet, die gefüllt werden mußte. Je nach Schwere der Aufgaben wurden Punkte vergeben und der Marathon begann. Die Festdamen versuchten es immer wieder mit wunderbaren Buchskranzl. Es half alles nicht, die auserwählte Festbraut mußte sich davon überzeugen, dass sie nicht die Katze im Sack kaufte. Ist der Gau für 2015 gerüstet?

 

Die ausgewählten Fragen aus der Geschichte des Gaus und der Altschützen meisterte der Festausschuss mit Bravour. Dann war die Geschicklichkeit des Festvereins gefragt. Ein Flaschensafe mußte geöffnet werden; die Festdamen erledigten diese Aufgabe meisterlich, nachdem der Ausschuß doch planlos war. Dann wurde ein Glasrohr mit Diabolos verteilt. Alle Anwesenden mußten schätzen und die Niedererlbacher Meisterschützin Lisa Santl tippte genau richtig, so dass weitere Punkte auf die Tafel kamen. Auch im Freien – das Wetter war großartig – mußten ein paar Aufgaben erledigt werden, was vorzüglich geschafft wurde. Beim Stockhalten auf dem Boden liegend erreichten die beiden Gauteams die Vorgaben von Claudia Forstmaier. Auch eine ruhige Hand hatte man an diesen Abend, da die Eisennägel mit Seilen über Bierflaschen befördert werden konnten. Manfred Gallecker bestach die Familie Forstmaier mit Geschenken, was zumindest ein paar Punkte, aber noch die Zusage brachte. Geschicklichkeit bewies man auch beim Nudeltransport; gerade die Festdamen waren hier stark.

 

Man hatte die 41 Punkte fast erreicht, als man noch zum Scheitlknien gebeten wurde. Dabei mußte man Entfernungen schätzen, die Größe der Familie Forstmaier kennen und die Ringzahl der Deutschen Meisterschaft von Claudia mit dem zugehörigen Verein. Dies überzeugte wohl die Braut und sie gab unter dem Beifall aller ihre Zusage. Die Bayernhymne wurde sofort gesungen, Blumen von Heinke Gschlößl überbracht und auf das Gelingen des Abends angestoßen. Manfred Alt „mußte“ dann zu späterer Stunde noch Sonderaufgaben erfüllen, dankte abschließend der Familie und insbesondere Claudia Forstmaier für den wunderbaren Abend mit den Ideen und der ausgezeichneten Bewirtung. Diese zeigte sich über die übertragende Aufgabe so richtig glücklich!

 

Das Gaujubiläum ist vom Freitag 26 Juni 2015 bis Sonntag 28 Juni 2015 auf dem Volksfestplatz in Ergolding. Am Freitagabend kommt die bayerische Topmusikabarettgruppe „ Da Huawa, da Maier und i „ nach Ergolding mit dem Lokalmatador Christian Maier aus Unterunsbach. Auf Ihrer Jubiläumstournee präsentieren sie im Markt ihr Programm „Die Würfl san rund“. Der Kartenvorverkauf startet am 3. November an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Am Samstag wird der niederbayerische Schützentag abgehalten werden, welcher um 9.00 Uhr beginnt. Ab 18 Uhr ist großer bayerischer Festabend mit Gstanzlsänger Erdäpfekraut (eintritt-frei) mit der Haunwanger Blaskapelle. Am Festsonntag ist um 10 Uhr auf der Wiese der Ergoldinger Bogenschützen der Festgottesdienst mit Pfarrer Anton Kopp. Nach dem Mittagessen im Festzelt soll der Festumzug durch den Markt Ergolding führen. Anschließend stimmliche Unterhaltung mit „Voglwuid“ und Ausklang des Festes.


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